Literaturkalender

Da in Kaufhäusern und Buchläden schon wieder Kalender (noch früher als sonst?) an das Jahr 2009 gemahnen, soll der heutige Tipp genau darauf zielen. Mit großer Freude begleitete mich nämlich Tag um Tag der - dezent im Bad postierte - Hardenberg-Literaturkalender:

Der Hardenberg-Literaturkalender 2008

Der Hardenberg-Literaturkalender 2008

Wer schreibt, der liest auch. Wer schreibt und nicht liest (einige Autoren sagen das von sich …) ist borniert oder dämlich - so einfach ist das. Und wer liest, der sucht nach Anregungen für frische Bücher. Neuerscheinungen werden durch die aktuellen Medien abgeglichen, aber woher nimmt man Klassiker, die man bis dato verpasst hat? Aus Literaturkalendern beispielsweise. Obwohl ich mich für einen recht belesenen Mensch halte, kenne ich von den im Hardenberg vorgestellten Schriftstellern mindestens ein sattes Drittel nicht. Erschreckend und herrlich zugleich! Außerdem ist das Ding abwechselnd gehalten: Autoren- und Buchporträts, Leseproben, Lieblinge von Buchhändlern und Autoren. Auf der Rückseite schöne, informative und erfreulich spoiler-arme Texte. Was will man mehr?
Nun, vielleicht einen größeren Kalender zum an die Wand hängen. Da sind meine zwei Favoriten der Wochenkalender von Aufbau (den man sich schon ob deren schwieriger Verlagssituation unterstützend zulegen sollte) …

Aufbau Literatur-Kalender 2009

Aufbau Literatur-Kalender 2009

 

… oder der Arche-Kalender, den ich ebenfalls immer sehr mochte (obwohl ich bei dem noch weniger der vorgestellten Autoren kannte):

Arche Literaturkalender 2009

Arche Literaturkalender 2009

 

Und wer dann noch nicht genug hat und einen gescheiten Taschenkalender sucht, dem sei der - mittlerweile in Zusammenarbeit mit Sandra Uschtrin erscheinende - 42er Autorenkalender empfohlen, der mir mit seinen Zitaten und Praxis-Texten ebenfalls seit Jahren viel Spaß macht:

Autorenkalender

Autorenkalender

 

Aber noch mal zurück zum Hardenberg-Tageskalender: Höchst spannend finde ich auch die immer wieder eingestreuten Buchcover - plötzlich erinnert man sich etwa, dass dtv über Jahrzente praktische nur einen Titel-Künstler beschäftigte (den großen Celestino Piatti).
Und just heute zeigte das Tagesblatt zwei Ausgaben nebeneinander: Kästners Fliegendes Klassenzimmer von 2006 und 1980. Obwohl die gleiche Illustration verwendet wurde, wirkt die 2006er Ausgabe netter und freundlicher - der düstere Hintergrund im oberen Teil wurde einfach weggeschnitten.
 
Und um vorzubeugen: Kästner kannte ich schon :-)

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