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Ein Zitat von FlaubertGustave Flaubert schrieb Madame Bovary, ein großartiges Buch, das mir nie so recht gefiel. Ein Buch, das den 1880 gestorbenen Schriftsteller vor Gericht brachte - die Anklage lautete: “Verstoß gegen die guten Sitten”. Digitalisiert im Projekt Gutenberg kann man den kompletten Roman hier nachlesen. Im Dezember 1852, sechs Jahre bevor Madame Bovary häppchenweise in La Revue de Paris veröffentlicht wurde, schrieb Flaubert in einem Brief an seine Geliebte und Schriftstellerkollegin Louise Colet: “Der Verfasser soll in seinem Werke sein wie Gott im Weltall: überall gegenwärtig und nirgends sichtbar.” Natürlich gestehen die Theorien Mischformen ein, und natürlich muss man zwischen Autor und Erzähler noch einmal unterscheiden. Aber auf jeden Fall lohnt es sich für jeden Schreiberling über seine Erzählperspektive nachzudenken. Dazu muss man nicht unbedingt Literaturtheorie wälzen (obwohl das ganz spannend ist). Es genügt schon, sich Flauberts Satz immer mal wieder zu vergegenwärtigen: “Der Verfasser soll in seinem Werke sein wie Gott im Weltall: überall gegenwärtig und nirgends sichtbar.” WordPress Datenbank-Fehler: [Table 'wordpress.wp_comments' doesn't exist] Kommentarbereich |
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