Interview
J.T.K.: Nach reinen Nachahmungs-Texten kam eine Phase, die ich nur mit `Ich-Kacke` bezeich- nen kann und bezeichne. Du weißt schon, so auf der ausheulenden Tagebuchschiene: Seiten voller Monolog und Seelenbefund, endlose Gefühlsbeschreibungen: `Ach, mir geht’s heute so ich weiß nicht was soll es und traurig, und regnen tuts heut auch …`
Jesse: Keine Action, also.
J.T.K.: Nee. Nur Innenschau. Zwar wichtig für mich damals, klar - aber fürchterlich.
Jesse: Und nach der Schule hast du angefan- gen, Germanistik zu studieren …
J.T.K.: Korrekt. Ab 1986 in Frankfurt, später in Marburg an der Lahn.
Jesse: Immer am Wasser.
J.T.K.: Hmm …
Jesse: Und die Literaturwissenschaft? Hat die was für`s Schreiben gebracht?
J.T.K.: Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Vielleicht
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